Neuaufnahme der Förderung von Biostationen beschlossen

Neuaufnahme der Förderung von Biostationen beschlossen

Mit dem zustimmenden Beschluss des Landschaftsausschusses kommt eine Initiative der LWLSPD zum Ziel, die eine bessere Förderung der 20 Biostationen in Westfalen-Lippe ermöglichen will. Als Vermittler:innen zwischen ehrenamtlichem Engagement - den Naturschutzverbänden - und hauptamtlichen Beschäftigten im Themenfeld - den Naturschutzbehörden - haben sich die Bio-Stationen mit ihrer bundesweit einzigartigen Netzwerkstruktur etabliert.

Seit gut 50 Jahren sind sie in gemeinnützigen Strukturen in fast jedem Kreis so organisiert, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Kreisen und eine Förderung durch die Kreise und das Land NRW sich deutlich auszahlt. Mit dem jetzt getroffenen Grundsatzbeschluss und der im Herbst zu beschließenden Förderrichtline können die ersten Projekte in 2023 ko-finanziert werden.

 

 

 

 

 

 


Für die Fraktion haben die Sprecher für Umwelt- und Klimaschutz, Ludger Steinmann, und für die Kultur, Dieter Gebhard, gemeinsam mit dem Fraktionsvorstand ein klares Dialogangebot gemacht. Nach einem ersten Präsenz-Termin in Bad Sassendorf folgte im Mai ein sehr ergiebiger Gesprächstermin im Landeshaus mit dem Landesdirektor Matthias Löb. In den wiederholten Gesprächen der Fraktion mit dem Dachverband der Biostationen wurde auf diesem Weg aber auch deutlich:

Eine fördernde Unterstützung konkreter Projekte der Stationen kann neue und notwendige Angebote möglich machen. Die Förderung der Biostationen in den Kommunen des LVR hat in den letzten Jahren erkennen lassen, dass dies ein gutes Engagement als Landschaftsverband sein kann - auch zur Pflege der Kulturlandschaft Westfalen-Lippe.

  • Nach dem ersten Impuls der #lwlspd-Fraktion in den Haushaltsberatungen für 2022 haben sich die Fraktionen in einer längeren Beratungsfolge mit einem Konzeptions-Vorschlag der Verwaltung befasst, der die neue Förderkulisse konkretisiert und erweitert, sodass auch die Naturparke mit eingebunden werden können.
  • Das Gesamtvolumen der Förderung von je Jahr 1,25 Millionen Euro bleibt aber erhalten. Innerhalb der Kulturverwaltung wird sich eine eigene Personalstelle mit der Betreuung der Anträge und Förderverfahren befassen.
  • Für die LWLSPD war es besonders wichtig, eine Förderung auch schon in 2023, nicht erst in 2024 zu ermöglichen. Mit einer ersten Förderantragsfrist zum 28.02.2023 für Pilotprojekte in diesem Jahr ist die entsprechende Änderung in die Beschlussfassung eingegangen.
  • In den Förderkriterien sticht hervor, dass die Projekte sich Themen aus den Bereichen Bildung, Inklusion, Erhalt der Kulturlandschaft und Klimaschutz widmen sollen. Die Biostationen selbst legten in den Gesprächen mit den Vertreter:innen der Fraktion auch Wert auf das Thema "Biodiversität" und eine Orientierung an den UN-SDG 2030  - und verstehen dies als Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft. Als ausdrückliches Kriterium für die Projektanträge stieß diese Ergänzung erstaunlicherweise in der Fraktion der Grünen auf Unverständnis und Ablehnung, der sich dann leider die Mehrheit des Ausschusses anschloss.
  • Auch im eigenen Interesse der Biostationen werden die ko-finanzierten Projekte sehr deutlich und öffentlich wirksam auf die Beteiligung des LWL hinweisen - ein weiterer Punkt, der in den Gesprächen der LWLSPD mit den Vertreter:innen des Dachverbands erarbeitet wurde: Beide Beteiligte sind stolz auf das gemeinsame Engagement.
  • Eine große Bereitschaft und Offenheit, gerade die teils benachbarten Liegenschaften des LWL zu Beispiel im Besucherzentrum auf dem Kahlen Asten in die Projekte einzubinden, war in den Gesprächen über erste Pilotprojekte erkennbar.

 

Suchen

So finden Sie zu uns ...

LWLSPD-Fraktion 
in der Landschaftsversammlung
Westfalen-Lippe (LWL)
Freiherr-vom-Stein-Platz 1 
48147 Münster 

Tel.: 0251 / 591-243/244 
Fax: 0251 / 591-270 

E-Mail spd(at)lwl.org