Johannes Chudziak: Neuer Landesrat für Soziales

Johannes Chudziak: Neuer Landesrat für Soziales

Nach guten 9 Jahren wird für Johannes Chudziak der berufliche Weg erneut nach Münster führen. Die Mitglieder der LWL-Landschaftsversammlung haben den seit 2013 für die Stadt Herne gewählten Dezernenten auf Vorschlag der LWLSPD zum neuen Landesrat für Soziales gewählt.
Geprägt hat ihn diese Zeit deutlich:
Unmittelbare Erfahrungen waren das, was die Zeit in Herne ausgezeichnet hat: Als Dezernent der Stadt war ich direkt ansprechbar von den Bürgern der Stadt, die sich mit ihren Anliegen dann auch direkt im Amtszimmer präsentiert haben – das war eine der prägenden Besonderheiten, die ich vorher in der Tätigkeit beim Landschaftsverband so nicht erlebt habe. Das andere ist auch der Blick auf die ungleich verteilte kommunale Armut, also die Armut der Kommunen selbst. Wenn die Finanzmittel der Stadt nicht für das ganze Jahr reichen, um den Alltag wirklich zu finanzieren – dann schärft das auch den Blick für die Umlageverfahren, für die Durchfinanzierung zum Beispiel des Landschaftsverbandes, der aus dem Blickwinkel der Stadt manchmal als ein sehr entfernter Satellit wahrgenommen wird.
Vor diesem Hintergrund formuliert er den Ansatz, dass seine Arbeit, sein Verantwortungsbereich deutlich „greifbarer“ werden soll für die Menschen in Problemlagen, die den LWL betreffen.
 
Eine „Unmittelbarkeit“ für die Politik und Verwaltung in den Kommunen ist das Ziel, um wirklich ein Bild des LWL zu bekommen, das nicht überdeckt wird durch die Arbeit beispielsweise der Wohlfahrtsverbände, die in erster Linie als konkret Handelnde erfahren werden – aber dies eben finanziert und strukturiert durch den LWL und damit aus den Kommunen heraus.
“Die Daseinsfürsorge gerade für Menschen mit Einschränkungen wird staatlich und kommunal finanziert – die dazu notwendigen Leistungen aber oft durch Dritte erbracht.”
Die erkennbare, transparente Rolle des LWL und der Kommunen, jetzt natürlich des LWL-Sozialdezernates, gelte es auszubauen.
Nur so werde die Rolle des Landschaftsverbands als „bedarfsgerechter Verteiler“ der Mittel und Ressourcen wirklich gut ausfüllbar und respektiert sein:
„Das muss man deutlicher machen. Es kommt ja auch noch Geld aus Land und Bund hinzu –deutlich zu machen, was es denn bringt, in den LWL zu investieren, welchen Nutzen die Erledigung kommunaler Aufgaben über die eigene Kommune hinaus durch den Landschaftsverband bringt.“
Für die Arbeit im Landschaftsverband selbst ergibt sich zugleich eine ähnliche Grundhaltung: „Transparenz“ ist das prägende Stichwort, wenn Johannes Chudziak über seine Arbeit als Leiter eines Dezernats mit drei Ämtern und insgesamt eher komplexen Strukturen spricht.
Hier setzt er auf die Unmittelbarkeit eines Führungsstiles, der zum einen Jeden und Jede auf Augenhöhe einbindet, dann den Dialog mit denen erfordert, die mit ihm oder ihr arbeiten – und die diesen durch die Führungsebenen hindurch leben und ausgestalten.
Zugleich sieht er sich in der klaren Letztverantwortung für das Handeln jedes Mitarbeiters, jeder Mitarbeiterin seines Dezernates. Entsprechend soll die „Fehlerkultur“ des Hauses ausgestaltet sein: Auftretenden Schwierigkeiten werden intern gelöst, nach außen tritt der Dezernent unmittelbar für seine Mitabeiter:innen ein.
Wir wünschen dem neuen Dezernenten ein gutes Gelingen und eine ruhige Steuerung der Weiter-Entwicklung seines Verantwortungsbereiches – Unmittelbarkeit und Transparenz werden es möglich machen!

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