Der LWL... in Münster

Der LWL... in Münster

Ludger Steinmann ist die Stimme und das Ohr für die aktiven Sozialdemokrat:innen in der Stadt Münster.

In Münster selbst beschäftigt der Landschaftsverband in seinen eigenen 3808 eigen Mitarbeiter. In 2020 finanzierte der LWL bei der Freien Wohlfahrtspflege rund 1.600 Arbeitsplätze im Stadtgebiet. Zu den Leistungen des Landschaftsverbandes hier einige Zahlen, Daten und Fakten als erste Übersicht:

 


 

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Der LWL... in Hamm

Der LWL... in Hamm

Angela Kettner ist die Stimme und das Ohr für die aktiven Sozialdemokrat:innen in der Stadt Hamm.

In Hamm selbst beschäftigt der Landschaftsverband in seinen eigenen Einrichtungen 707 eigene Mitarbeiter. In 2020 finanzierte der LWL bei der Freien Wohlfahrtspflege rund 1.000 Arbeitsplätze im Stadtgebiet. Zu den Leistungen des Landschaftsverbandes hier einige Zahlen, Daten und Fakten als erste Übersicht:

 


 

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Fraktion vor Ort: "Zufriedene Angehörige. Gute Pflege!"

Fraktion vor Ort: "Zufriedene Angehörige. Gute Pflege!"

Mit einem kleinen, aber knackigen Podium vor Ort im Kreisfamilienzentrum im Bürgerhaus Borgholzhausen befassten sich Karsten Koch und Ulla Ecks für die #lwlspd-Fraktion mit dem Thema "Zufriedene Angehörige. Gute Pflege!".

Aus der SPD-Landtagsfraktion NRW nahm Josef Neumann als gesundheitspolitischer Sprecher am Podium teil, für das DRK im Kreis Gütersloh deren Vorstand Dennis Schwoch, für die AWO Ostwestfalen-Lippe e.V. deren Vorstand Thorsten Klute, Kandidat der NRWSPD für den Landtag.
 

Kernaussagen des Gesprächs:

Karsten Koch: "Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als großer Arbeitgeber kennt die doppelte Problemlage: Es gibt den Mangel an Fachkräften - darauf antworten wir mit sehr guten Ausbildungsangeboten in den Einrichtungen und Akademien, es gibt die Bedarfe, eigene Angehörige der Mitarbeiter:innen zu pflegen - darauf antworten wir mit einem sehr differenzierten Personaleinsatz. Beides wird derzeit geprüft und weiter entwickelt."
Ulla Ecks: "Allein in den Altkreis fließen aktuell etwa 10 Millionen Euro jährlich aus dem Etat des LWL als Hilfen zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, in eine Vielzahl von Einrichtungen und in individuelle abgestimmte Hilfeangebote, in enger Zusammenarbeit mit den Trägern vor Ort und den eigenen Klinik-Angeboten des LWL."
Josef Neumann: "Pflege ist eine Frage der Würde. Über 960.000 Menschen in NRW erhalten Pflegeleistungen aus einem unterfinanzierten System. Drei Viertel der Menschen werden zu Hause gepflegt, von der Familie, mit externer Unterstützung. Und die pflegenden Angehörigen brauchen eine Entlastung, brauchen Unterstützung. Das funktioniert aber nur, wenn die professionelle Pflege sicher und stabil ist."
Dennis Schwoch: "Gerade hier ist die Politik gefragt, stabile Rahmenbedingungen zu schaffen. Verlässliche Dienstpläne - für das Personal verlässlich - ohne die Sorge, von jetzt auf gleich in den Dienst zu müssen, Planungssicherheit auf lange Sicht, gute Zugänge zu notwendigen Ressourcen."
Thorsten Klute: "Für die Angehörigen braucht es Unterstützung, ohne die Familie zu zerreißen. Sie ist immer noch der größte Pflegedienst im Land. Gemeinsam Urlaub machen zu können, in der gemeinsamen Erholung neue Kraft durch Entlastungen finden:
Ein Wunsch vieler betreuender Angehörigen. Im Alltag: Mehr Tagespflegeplätze für auch kurze Zeiten, konkrete Unterstützung durch ein Modell, das in Rheinland-Pfalz erfolgreich ist: Personale Angebote mit Pflegenden, die konkret in der Gemeinde angestellt sind, in der die Menschen leben. Beratend, helfend, entlastend."
Gemeinsamer Konsens des Podiums: Es gibt auf allen Ebenen viel zu tun, neue Ideen müssen umgesetzt werden, um die Pflege als lebensnotwendige Infrastruktur zu realisieren und zu finanzieren.
 
Fraktion vor Ort im Kreis Unna: Den Alltag unterstützen

Fraktion vor Ort im Kreis Unna: Den Alltag unterstützen

Mit einem virtuellen Besuch im „Gerontopsychiatrischen Zentrum“ in Bergkamen suchte die LWLSPD als „Fraktion vor Ort“ das fachliche Gespräch. Gesprächspartner waren der Chefarzt für Gerontopsychiatrie in der LWL-Klinik Dortmund Uwe Johansson und die Logopädin Sylvia Gosewinkel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum, aktuell SPD-Kandidatin für den Landtag NRW. 

Karsten Koch als Fraktionsvorsitzender machte gemeinsam mit Sascha Kudella, für den Kreis Unna Mitglied in der Landschaftsversammlung, das Engagement des Landschaftsverbands deutlich: Eine wohnortnahe Versorgung der alternden Gesellschaft mit medizinischen Angeboten, besonders für Senioren mit zunehmenden psychischen Belastungen, mit Depressionen, Situationen der Einsamkeit, Anpassungsschwierigkeiten an das Alter und dessen Begleiterscheinungen. 

Im fachlichen Austausch zwischen Johansson und Gosewinkel wurde deutlich, dass beide über ein fachliche und praktisch erprobte Kompetenz in diesem Arbeitsfeld verfügen und eine klare Perspektive teilen:

Eine Tagesklinik als wohnortnahes Angebot macht es gut möglich, eine gewünschte Unterstützung des möglichst eigenständigen Alltagslebens zu realisieren. Durch neue, innovative und technikgestützte Angebote kann aus der ambulanten Arbeit in der Tagesklinik und anderen einzelnen Angeboten ein Erarbeiten von neuen „Alltagsstrategien“ verstärkt und weiterentwickelt werden. 

Neben der Weiterentwicklung von Strukturen, für die der LWL als Träger der Klinik Dortmund und der Tagesklinik in Bergkamen verantwortlich ist, fokussierte sich das Gespräch vor allem auf die zentrale „Ressource“: Fachkräfte und multiprofessionelle Teams in der Arbeit mit den Patienten. 

Für einen erleichterten Erstkontakt müssen entsprechend kompetente Kräfte als Lotsen bereitstehen, um erste beratende Angebote zu machen, wenn Menschen sich in schwierigen Lebenslagen wiederfinden und nach Hilfe suchen. Das können auch, so eine der diskutierten Ideen, ehemalige Patienten sein, die entsprechende qualifiziert ausgehend von der eigenen Erfahrung nun anderen Menschen Unterstützung auf deren Weg anbieten. 

Für Silvia Gosewinkel war eine Perspektive wichtig:

„Der Weg aus dem Fachkräftemangel kann nicht nur bedeuten, einfach mehr Fachkräfte vergeblich zu suchen. Wichtig ist auch, unterschiedliche Bedarfe mit unterschiedlich qualifizierten Menschen zu erfüllen. Aufgaben sinnvoll zu verteilen, unterschiedliche Qualifikationen anerkennen, gute berufliche Weiterentwicklungen zu ermöglichen, das überfordert weder die Kostenträger noch die Menschen, die gerne arbeiten möchten. Ein Blick in das englische Pflegesystem mit seinen unterschiedlichen Rollen und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter ist sehr hilfreich.“ 

Die Vernetzung von fest angestellten professionellen Kräften in unterschiedlichen Aufgabenfeldern mit krankheitserfahrenen Ehrenamtlichen sieht auch Uwe Johansson als wichtigen Beitrag:

„Wir bieten in unserer Klinik – vor der Pandemie und sobald wie möglich nach der Pandemie – gemeinsame Begegnung und Treffen von Patienten, Fachpersonal und Genesenen an, um hier Unterstützung zu ermöglichen, die über die rein klinische Behandlung hinausgeht.“ 

Beiden gemeinsam ist die Betonung, dass eine gute Arbeit nur davon profitieren kann, wenn „Praxiserfahrung“ eine zentrale Größe für die Gewinnung und Entwicklung von Mitarbeitenden wird. Das hat Konsequenzen für den Einstieg in die Arbeit – mit der Anerkennung von Erfahrungen aus der Praxis und einer nicht-akademisierten Ausbildung. Angesichts der eher kurzen Zeit, in der Pflegende in den erlernten Berufen aktiv arbeiten, muss sich auch die konkrete Ausgestaltung der Berufswelt verändern.

Diese Impulse nahm auch die LWLSPD-Fraktion mit auf, wenn es um den Landschaftsverband als Arbeitgeber geht:

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gerade durch eine verlässliche und langfristig motivierende Ausgestaltung der beruflichen Rahmenbedingungen. 

Fraktion vor Ort: Arbeit #möglichmachen

Fraktion vor Ort: Arbeit #möglichmachen

Kaum waren die Verteter:innen der LWLSPD auf dem Parkplatz der Werthmann-Werkstätten angekommen, eröffnete einer der eher zufällig vorbeikommenden Beschäftigten das Gespräch - nicht über das Wetter, sondern direkt politisch. Mit klarer und offener Kommunikation zeichnet sich der gesamte Betriebsbesuch in Attendorn aus.

Melanie Schiffer, Abteilungsleitung Attendorn, und Andreas Mönig, Gesamtleiter der Werthmann-Werkstätten, zeigten sichtlich stolz die Abteilung Attendorn der Werkstätten für behinderte Menschen des Caritasverbandes Olpe.

Für die Fraktion der LWSPD waren der Fraktionsvorsitzende Karsten Koch, die Vorsitzende des LWL-Sozialausschusses Barbara Lützenbürger und der sozialpolitische Sprecher der Fraktion Sascha Kudella gemeinsam mit Wolfgang Rothstein als Mitglied der LWLSPD und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Märkischer Kreis der Einladung durch die stellvertretende Vorsitzende der LWLSPD-Fraktion, Christin-Marie Stamm, in ihren Heimatkreis Olpe gefolgt. Die SPD-Fraktion im Kreistag Olpe war durch ihren Vorsitzenden Bernd Banschkus vertreten.

 


Insgesamt 650 Menschen nehmen derzeit in Attendorn, Lennestadt und Olpe und in der Abteilung eXtern die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben an - sie waren durch zwei Mitglieder ihrer gewählten Interessenvertretung ebenfalls am Gesprächstermin beteiligt. Eines machten sie überzeugend klar: Sie gehen gern zur Arbeit und sie gehen gern genau hier zur Arbeit, haben Arbeitsplätze gefunden, die in ihr Leben passen und ein gutes Leben möglich machen.

Die Werthmann-Werkstätten sind ein Angebot für Menschen aus dem Kreis Olpe …

  • mit einer geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung
  • mit dauerhafter psychischer Behinderung bzw. Erkrankung

Die Erkrankungen bzw. Behinderungen verhindern langfristig die Vermittlung einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Eine bundesweite Besonderheit: Dies schließt in NRW ausdrücklich Menschen mit Behinderungen ein, die einer erhöhten Pflege, Betreuung oder Förderung bedürfen.


Zielsetzung der Werkstätten ist es:

  • Die Leistungs- und Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen.
  • Die Persönlichkeit der Menschen mit Behinderungen weiterzuentwickeln und ihre Beschäftigung auf einem der Eignung und Neigung entsprechenden Arbeitsplatz zu ermöglichen und zu sichern.
  • Entwicklung von Maßnahmen, um den Übergang des Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Umgesetzte werden die Angebote in drei Bausteinen, geplant in Absprache mit den Beschäftigten im Rahmen von "Teilhabeplanverfahren":

Ein erster Baustein ist das dreimonatige Eingangsverfahren, dann eine zweijährige Dauer des "b.punkt" mit den drei Bausteinen "Bildung. Begleitung.Beruf", als Drittes ein Arbeitsplatz in der Werkstatt oder als integrierter Arbeitsplatz in einem Betrieb oder durch die Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.


Schwerpunkte des Gespräches waren die Finanzierungsfragen einer menschengerechten inklusiven Teilhabe am Arbeitsmarkt, deren Realisierung durch die Arbeit der Werkstätten und deren an die Menschen angepassten Angebote. Die aufgezeigten und in der Arbeit sichtbaren Beispiel einer gelebten Praxis haben die Vertreter:innen der Politik ebenso beeindruckt wie das entschlossene Auftreten und Agieren der Beschäftigten im Werkstattrat, der zusätzlichen Interessenvertretung der Frauen in der Werkstatt und der Gestaltung des Betriebsgeländes: arbeitssicher und mit vielen Freiräumen und Gestaltungselementen, denen die Priorität "Mensch" anzumerken ist.

Ganz regulär ist die Arbeit der Werkstätten aber auch durch die beiden pandemischen Jahre geprägt:

So wird für 2021 berichtet:

"Von einem großen Kunden wurden sehr lukrative Aufträge abgezogen, um diese ab sofort im Mutterkonzern in Norditalien fertigen zu lassen. Dort war es aufgrund von Corona zu massiven Auftragsrückgängen gekommen. Der Wegfall dieser Artikel hatte zur Folge, dass die geplanten Erlöse der Werthmann-Werkstätten nicht erreicht werden konnten und Arbeit für einige Beschäftigte fehlte. Durch gezielte Akquise konnten neue Kunden gewonnen werden. Außerdem haben bestehende Kunden vermehrte Anfragen an die Werkstätten gestellt. Durch den Einsatz moderner Technik im Verpackungsbereich werden jetzt für einen Neukunden Montagesets verpackt und für den weltweiten Versand vorbereitet. Ein weiterer Auftraggeber lässt Kunststoffketten in den Werkstätten montieren. In beiden Fällen sehr abwechslungsreiche Arbeiten, die neben einer Auslastung auch eine Kompetenzerweiterung der Beschäftigten fördert. Somit können die Werkstätten weiter ihrem Auftrag „Arbeit möglich machen“ nachkommen.

Abteilung eXtern
Das Aufrechterhalten der Angebote in der Abteilung eXtern war in Pandemiezeiten eine große Herausforderung. In der beruflichen Bildung wurden im b.punkt Unterrichtsmodule für die Beschäftigten zusammen gestellt und per Post versandt. Teilweise erhielten die Menschen mit Behinderung ihre berufliche Bildung digital. Auch die Kontakte mit den Bildungsbegleitern fanden nur eingeschränkt statt.
Obwohl fast alle Beschäftigten auf den Außenarbeitsplätzen in dieser Zeit gearbeitet haben, konnte die Intensität der Betreuung durch die Jobcoaches nur bedingt umgesetzt werden.
Dennoch wurde die Anzahl der Außenarbeitsplätze ausgebaut. Mitte 2021 waren 43 Beschäftigte außerhalb der Werkstätten tätig."

Ganz nebenbei, so scheint es, entstehen auch innovative Formate:

Seit Februar 2021 ist die Abteilung Lennestadt der Werthmann-Werkstätten stolzer Betreiber des Lebensmittelladens „Hoff’s Wertvoll“.
Über 110 Jahre gehörte das familiengeführte Geschäft zum „Inventar“ des Burgdorfs Bilstein. Daher wollte der bisherige Inhaber Peter Burghaus den Laden nicht einfach schließen, sondern suchte einen würdigen Nachfolger.

Mit den Werthmann-Werkstätten kam es schließlich zu einer Einigung. Sie führen die lange Tradition jetzt fort – unter neuen Vorzeichen.
Geeignete Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen (Beschäftigte) außerhalb der Werthmann-Werkstätten zu schaffen, ihnen neue Chancen zu ermöglichen und gleichermaßen die Nahversorgung im Veischedetal zu gewährleisten, ist das Ziel von „Hoff`s Wertvoll“ in Bilstein.

 

Fraktion vor Ort: Kulturarbeit im Kreis Unna

Fraktion vor Ort: Kulturarbeit im Kreis Unna

Seit 20 Jahren bespielt der Verein "Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V." die 3.000 m² große Fläche des ehemaligen Kellers der Lindenbrauerei in der Stadt Unna mit Lichtkunst.
Inzwischen teilt sich die Ausstellungsfläche des Museums in eine hochkarätige Dauerausstellung mit eigener Sammlung und Räume für Wechselausstellungen, wie die aktuelle Jubiläumsausstellung "Faszination Licht".
 
Hartmut Ganzke, MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Unna, hatte die Idee, die Kulturarbeitskreise der SPD in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, des Kreistages Unna sowie der Ratsfraktion der Stadt Unna zu einem Austausch in das Lichtkunstzentrum einzuladen.
 
Museumsdirektor John Jaspers begrüßte die Politiker aus ganz Westfalen und führte persönlich durch die Ausstellung. Alle waren begeistert von den drei raumgreifenden Lichtkunst-Installationen von Adela Andea, Oliver Ratsi und der Gemeinschaftsarbeit „Plane Scape“:
„Lichtkunst lebt von den Räumen in denen sie präsentiert wird. Unser Museum bietet einen weltweit einzigartigen Rahmen und wird von vielen Künstlern angefragt.“
Im anschließenden Austausch im Säulenkeller stellte Vereinsvorsitzender Dr. Jochen Stemplewski die Entwicklung des Museums vor.
2001 gestartet, sei das Zentrum für internationale Lichtkunst weltweit das erste und einzige Museum, das sich ausschließlich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriere. Inzwischen sei das Museum eine „Marke“ in der Kunstszene:
 
„Vor allem freuen wir uns darüber, dass wir in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch aus Unna und der Region erhalten haben.“
„Die kulturellen Angebote prägen unsere Kommunen in Westfalen und schaffen Lebensqualität für die Menschen, die hier leben. Zugleich sind sie Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher*innen“,
zogen die Fraktionsvorsitzenden Karsten Koch (LWLSPD), Hartmut Ganzke (SPD Kreis Unna) und Sebastian Laaser (SPD Kreisstadt Unna) ein gemeinsames Fazit.
 
Der gemeinsame Austausch zur Kulturförderung soll fortgesetzt werden.
 
Für die Arbeit in der Fraktion der LWSPD nahmen die Mitglieder des Arbeitskreises für den Kulturausschuss rund um Dieter Gebhardt offene Fragestellungen mit und konnten gute Impulse für die Kulturarbeit des LWL entwickeln.
 
Das kurze Arbeitstreffen in der ersten Aprilwoche war aber anscheinend auch schon erfolgreich darin, neue Kraft zu schöpfen: Die laufende Sonderausstellung wurde bis August 2022 verlängert 😊.
 
Neustart in Cappenberg - Neue Ausstellungen nach der Sanierung des Schlosses

Neustart in Cappenberg - Neue Ausstellungen nach der Sanierung des Schlosses

 

Fast schon eine Festwoche prägt den Neustart der Ausstellungsarbeit im sanierten Schloss Cappenberg. Begonnen hat es am Dienstag der Woche mit einer ausführlichen Pressekonferenz, zu der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und kreis-unna.de eingeladen hatten.

Nach sechsjähriger Renovierung eröffnet das Schloss Cappenberg in Selm (Kreis Unna) am Donnerstag (7.4.) und ist ab Freitag (8.4.) für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Die neuen und alten Nutzer, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Kreis Unna, präsentieren zwei neue Ausstellungen in den umfangreich renovierten, komplett barrierefreien Räumen des Schlosses.

 

Im Obergeschoss zeigt der LWL die Dauerausstellung „Zu Besuch beim Freiherrn vom Stein“, im Erdgeschoss der Kreis Unna seine erste Sonderausstellung „Heinrich Graf Luckner. Ein Künstler und Schloss Cappenberg“.  Das Schloss Cappenberg ist im Besitz von Sebastian Graf von Kanitz.

 

Graf von Kanitz: "Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Ihnen nach einer längeren, intensiven Bauphase eine neue Zeit der musealen Nutzung in Schloss Cappenberg einzuläuten. Die Fortführung des Mietvertrages mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Kreis Unna belebt die Geschichte des Ortes, dessen Tradition nicht zuletzt von der Kultur geprägt ist, deren gesellschaftlicher Wert wiederum besonders in diesen Zeiten umso deutlicher wird."

 

 

 

Am Donnerstag folgt die stilvolle Eröffnungsfeier mit den Gästen aus den beteiligten Verwaltungen, Firmen, Museen und Gremien.

 

 

Alterssitz des preußischen Reformers Stein

Im Zentrum der neu gestalteten Dauerausstellung „Besuch beim Freiherrn vom Stein“ steht das Leben und Wirken des preußischen Reformers, der Schloss Cappenberg 1816 erwarb und 1831 mit 74 Jahren dort verstarb. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: „Ohne den Freiherrn vom Stein gäbe es keine preußischen Provinzen, kein Westfalen in den heutigen Grenzen und auch keinen Landschaftsverband. Mit der Dauerausstellung beschreiten wir einen neuen Weg: Am authentischen Ort begeben sich die Besuchenden auf eine spannende Zeitreise in das Jahr 1829.“

 

Das Ausstellungskonzept stammt von einem Büro in Stuttgart, das auch die 2014 eröffnete Schausammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur gestaltet hat. Direktor Dr. Hermann Arnhold und Kurator Dr. Gerd Dethlefs vom LWL-Museum in Münster betreuen die 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche in Schloss Cappenberg.

 

Audioguide statt Kleingedrucktem an der Wand

Die Besonderheit des Konzeptes: Es gibt keine Objektbeschriftungen. Über einen vor Ort ausleihbaren „Audioguide“ rufen die Besuchenden gezielt Informationen zu den Objekten ab. Neben dem Freiherrn persönlich führen zwei fiktive Charaktere, der Kammerdiener Johann und das Dienstmädchen Luise, ihre „Gäste“, durch die biedermeierlichen Schlossräume. Die „Gäste“ erhalten einen Blick hinter die Kulissen des Schlossbetriebes zu Lebzeiten von Stein. Sie erfahren Details aus der Familiengeschichte des Barons und seines Werdegangs und reflektieren mit dem Hausherrn über tages- und kulturpolitischen Themen der Zeit.

 

Im damals gerade fertig gestellten Festsaal – mit den Historienbildern, die von Stein selbst in Auftrag gab – tauchen die Besuchenden in die Geschichte des im 12. Jahrhundert gegründeten Prämonstratenserstiftes Cappenberg, einem wichtigen Beispiel für westfälische Klosterbaukunst, ein.

 

Auf diese Weise erfahren die Besuchenden vieles zur Familie und zu den Eltern des „Herrn Baron“: Steins Werdegang, seine Entscheidung, in den Dienst Preußens als Rechtsstaat zu treten, als Wirtschaftsförderer Straßen zu bauen. Als westfälischer Oberkammerpräsident hatte er ab 1802 die Säkularisation der Fürstbistümer und reicher Klöster wie Cappenberg zu organisieren, führte 1806 als Finanzminister das erste Papiergeld in Preußen ein und rettete im Krieg den Staatsschatz vor dem Zugriff der Franzosen.

 

Das Dienstmädchen Luise berichtet nebenbei, dass der Herr Baron als Feind Napoleons aus seinem Ministeramt entlassen wurde, nach Prag flüchtete und schließlich in russischen Diensten erfolgreich den Kampf gegen den französischen Kaiser führte. „Auf Wiedersehen: bitte beehren Sie uns gern wieder mit Ihrem Besuch!“ So werden die Besucher:innen von Diener Johann entlassen, nun besser vertraut mit dem Erfinder der kommunalen und regionalen Selbstverwaltung.

 

„Wir möchten alle einladen, sich selbst ein Bild vom renovierten Museum zu machen. Ich finde, die Wartezeit hat sich gelohnt“, so Landrat Mario Löhr. „Die historischen Räume sind runderneuert und darauf ausgelegt, Kunst- und Kulturschätze optimal zu präsentieren. Wir freuen uns, dass wir neben unserem Museum Haus Opherdicke einen weiteren ganz besonderen Kunstort im Kreis Unna haben, der den Kreis in der Kunstszene auch überregional noch bekannter macht.“

 

„Der Kreis Unna präsentiert in der Wechselausstellung im Erdgeschoss einen Künstler, der mit Schloss Cappenberg verbunden ist, wie kein zweiter: Heinrich Graf Luckner“, kündigt Kreisdirektor und Kulturdezernent Mike-Sebastian Janke die erste Wechselausstellung an. „Besonders hervorzuheben ist seine Wandmalerei im Kaminzimmer. Es ist die einzige erhaltene Wandmalerei im Schloss und daher etwas ganz Besonderes.“

 

 

 

Weitere Informationen: www.museum-schloss-cappenberg.de

Museum Schloss Cappenberg

Schlossberg 1b

59379 Selm

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

 

Für den ersten Sonntag in der neuen Öffnungsphase haben Landschaftsverband und Kreis bei freiem Eintritt ein umfangreiches Programm entwickelt.

Der Schwerpunkt liegt allerdings auf der eingehenden Vorstellung der Ausstellung zu "Heinrich Graf Luckner", der auch familiär mit dem Schloss Cappenberg und der Familie des Grafen Canitz verbunden ist. 

 Das Programm und alle Uhrzeiten für den Tag sind unter www.museum-schloss-cappenberg.de zu finden. Die Führungen geben einen besonders detaillierten Blick in die Ausstellung, bei der es um Heinrich Graf Luckner geht: Seine Werke werden im Museum Schloss Cappenberg erstmals in einer Retrospektive vorgestellt. Luckner (1891–1970) war Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (West) und schuf bedeutende Porträts in den Nachkriegsjahren. Gemälde vom Bundespräsidenten Theodor Heuss und wichtigen Künstlerinnen und Künstlern der damaligen Zeit wie Max Pechstein, Renée Sintenis und Hans Scharoun verdeutlichen den hohen Stellenwert des Künstlers.

 

Die Ausstellung zeigt Luckners Entwicklung und visualisiert die Vielfalt seiner Bildmotive, von frühen mythologischen Figurationen zu farbig expressiven Kompositionen in seinem Spätwerk. Ein besonderer Fokus der Schau liegt auf der Beziehung des Künstlers zur Familie Graf von Kanitz und den einzigen im Schloss erhaltenen Wandmalereien. Wichtige Leihgeber sind die Staatlichen Museen zu Berlin, Nationalgalerie, die Berlinische Galerie und das Abgeordnetenhaus Berlin, das Gerhard-Marcks-Haus Bremen sowie das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg. Die Ausstellung lädt dazu ein, Heinrich Graf Luckners umfassendes, künstlerisches Werk neu zu entdecken.

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in der Landschaftsversammlung
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48147 Münster 

Tel.: 0251 / 591-243/244 
Fax: 0251 / 591-270 

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