"Who's Next?" - Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt

"Who's Next?" - Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt

In den 12 Nächten zwischen Weihnachten und Dreikönige sieht die Alltagstradition eine Zeit, die "zwischen den Jahren" oder auch "zwischen den Festen" eine raue Zeit ist. Der Fokus geht auf die "Raunächte", eine Zeit der Krise. Der schlechte Ruf dieser Tage hat sich entwickelt, als sie in den Zeitrechnungen mit Mondkalendern irgendwie überflüssig zwischen den 12 gerade beendeten 12 Mond-Monaten und dem Anfang des nächsten Mond-Monats lagen. Das Jahr endete mit der Wintersonnenwende - das erneute Anwachsen des Lichtes war so langsam, dass die ersten Tage nach der Sonnenwende als Stillstand erlebt wurden.

Jetzt, am Silvesterabend, wird die Mitte dieser Zeit erreicht.

Genau jetzt machen wir darauf aufmerksam, dass die LWLSPD-Fraktion gemeinsam mit der gesamten Landesversammlung ein wichtiges Thema in das neue Jahr hinüberträgt: Das Angehen gehen Obdachlosigkeit, gegen den Teufelskreis aus Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, für Auswege aus dem Weggerissenwerden in Abhängigkeiten, soziale Ausgrenzung und Kriminalität als Folge der Unbehaustheit.

Im Wesentlichen erleben Menschen ohne Obdacht eine permanente Zeit "zwischen den Jahren", sie hängen "zwischen den Festen" fest  - und allzu oft auch zwischen allen Stühlen.

Ein gemeinsamer Antrag stellt im Ergebnis bis zu 6 Millionen Euro als Fördermittel über mehrere Jahre bereit, um in den Kreisen und Kommunen gute Lösungen des "Housing First" zu unterstützen. Stukturell kann so in Zusammenarbeit von Landschaftsverband, Kommunen und konkreten Trägern ein Angebot geschaffen werden, das der sich verfestigenden Wohnungslosigkeit entgegenwirkt.

  • Erstmals Ende Januar 2022 wird die neue Bundesregierung bundesweit eine Statistik zur Wohnungslosigkeit ausweisen - bislang war hier ein "blinder Fleck" in der Datenlage auf Bundesebene
  • Schätzungen aus dem Dezember 2021 datieren auf 2018 und nennen bundesweit eine Zahl von 680.000 Menschen, so auch das Themenspecial des Deutschlandfunks
  • Für das Jahr 2019 berichten die "Beratungsstellen für Menschen in besonderen  sozialen Schwierigkeiten" von gut 18.500 Beratungen im Bereich des LWL
  • Weitet man den Blick für die Schätzungen, ergeben sich Zahlen von etwa einer Millionen Menschen
  • Vom 04. November 2021 bis zum 06. Februar 2022 widmet sich die TU München mit einer Ausstellung "Who's Next? - Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt" genau diesem Thema aus der Perspektive architektonischer Lösungen in der Stadtgesellschaft.

Die LWLSPD wird dieses Thema in der Fläche weiter vorantreiben. Bis 2030 geben die Entwicklungsziele der UN vor, dass alle Menschen „Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum“ haben. Die neue SPD-geführte Bundesregierung hat dieses Ziel sich zu eigen gemacht und einen Nationalen Aktionsplan angekündigt.

Der LWL also in bester Gesellschaft - es bleibt dennoch viel zu tun!

 

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