Fraktion vor Ort: "Zufriedene Angehörige. Gute Pflege!"

Mit einem kleinen, aber knackigen Podium vor Ort im Kreisfamilienzentrum im Bürgerhaus Borgholzhausen befassten sich Karsten Koch und Ulla Ecks für die #lwlspd-Fraktion mit dem Thema "Zufriedene Angehörige. Gute Pflege!".

Aus der SPD-Landtagsfraktion NRW nahm Josef Neumann als gesundheitspolitischer Sprecher am Podium teil, für das DRK im Kreis Gütersloh deren Vorstand Dennis Schwoch, für die AWO Ostwestfalen-Lippe e.V. deren Vorstand Thorsten Klute, Kandidat der NRWSPD für den Landtag.
 

Kernaussagen des Gesprächs:

Karsten Koch: "Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als großer Arbeitgeber kennt die doppelte Problemlage: Es gibt den Mangel an Fachkräften - darauf antworten wir mit sehr guten Ausbildungsangeboten in den Einrichtungen und Akademien, es gibt die Bedarfe, eigene Angehörige der Mitarbeiter:innen zu pflegen - darauf antworten wir mit einem sehr differenzierten Personaleinsatz. Beides wird derzeit geprüft und weiter entwickelt."
Ulla Ecks: "Allein in den Altkreis fließen aktuell etwa 10 Millionen Euro jährlich aus dem Etat des LWL als Hilfen zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, in eine Vielzahl von Einrichtungen und in individuelle abgestimmte Hilfeangebote, in enger Zusammenarbeit mit den Trägern vor Ort und den eigenen Klinik-Angeboten des LWL."
Josef Neumann: "Pflege ist eine Frage der Würde. Über 960.000 Menschen in NRW erhalten Pflegeleistungen aus einem unterfinanzierten System. Drei Viertel der Menschen werden zu Hause gepflegt, von der Familie, mit externer Unterstützung. Und die pflegenden Angehörigen brauchen eine Entlastung, brauchen Unterstützung. Das funktioniert aber nur, wenn die professionelle Pflege sicher und stabil ist."
Dennis Schwoch: "Gerade hier ist die Politik gefragt, stabile Rahmenbedingungen zu schaffen. Verlässliche Dienstpläne - für das Personal verlässlich - ohne die Sorge, von jetzt auf gleich in den Dienst zu müssen, Planungssicherheit auf lange Sicht, gute Zugänge zu notwendigen Ressourcen."
Thorsten Klute: "Für die Angehörigen braucht es Unterstützung, ohne die Familie zu zerreißen. Sie ist immer noch der größte Pflegedienst im Land. Gemeinsam Urlaub machen zu können, in der gemeinsamen Erholung neue Kraft durch Entlastungen finden:
Ein Wunsch vieler betreuender Angehörigen. Im Alltag: Mehr Tagespflegeplätze für auch kurze Zeiten, konkrete Unterstützung durch ein Modell, das in Rheinland-Pfalz erfolgreich ist: Personale Angebote mit Pflegenden, die konkret in der Gemeinde angestellt sind, in der die Menschen leben. Beratend, helfend, entlastend."
Gemeinsamer Konsens des Podiums: Es gibt auf allen Ebenen viel zu tun, neue Ideen müssen umgesetzt werden, um die Pflege als lebensnotwendige Infrastruktur zu realisieren und zu finanzieren.
 

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