Fraktion vor Ort im Kreis Unna: Den Alltag unterstützen

Mit einem virtuellen Besuch im „Gerontopsychiatrischen Zentrum“ in Bergkamen suchte die LWLSPD als „Fraktion vor Ort“ das fachliche Gespräch. Gesprächspartner waren der Chefarzt für Gerontopsychiatrie in der LWL-Klinik Dortmund Uwe Johansson und die Logopädin Sylvia Gosewinkel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum, aktuell SPD-Kandidatin für den Landtag NRW. 

Karsten Koch als Fraktionsvorsitzender machte gemeinsam mit Sascha Kudella, für den Kreis Unna Mitglied in der Landschaftsversammlung, das Engagement des Landschaftsverbands deutlich: Eine wohnortnahe Versorgung der alternden Gesellschaft mit medizinischen Angeboten, besonders für Senioren mit zunehmenden psychischen Belastungen, mit Depressionen, Situationen der Einsamkeit, Anpassungsschwierigkeiten an das Alter und dessen Begleiterscheinungen. 

Im fachlichen Austausch zwischen Johansson und Gosewinkel wurde deutlich, dass beide über ein fachliche und praktisch erprobte Kompetenz in diesem Arbeitsfeld verfügen und eine klare Perspektive teilen:

Eine Tagesklinik als wohnortnahes Angebot macht es gut möglich, eine gewünschte Unterstützung des möglichst eigenständigen Alltagslebens zu realisieren. Durch neue, innovative und technikgestützte Angebote kann aus der ambulanten Arbeit in der Tagesklinik und anderen einzelnen Angeboten ein Erarbeiten von neuen „Alltagsstrategien“ verstärkt und weiterentwickelt werden. 

Neben der Weiterentwicklung von Strukturen, für die der LWL als Träger der Klinik Dortmund und der Tagesklinik in Bergkamen verantwortlich ist, fokussierte sich das Gespräch vor allem auf die zentrale „Ressource“: Fachkräfte und multiprofessionelle Teams in der Arbeit mit den Patienten. 

Für einen erleichterten Erstkontakt müssen entsprechend kompetente Kräfte als Lotsen bereitstehen, um erste beratende Angebote zu machen, wenn Menschen sich in schwierigen Lebenslagen wiederfinden und nach Hilfe suchen. Das können auch, so eine der diskutierten Ideen, ehemalige Patienten sein, die entsprechende qualifiziert ausgehend von der eigenen Erfahrung nun anderen Menschen Unterstützung auf deren Weg anbieten. 

Für Silvia Gosewinkel war eine Perspektive wichtig:

„Der Weg aus dem Fachkräftemangel kann nicht nur bedeuten, einfach mehr Fachkräfte vergeblich zu suchen. Wichtig ist auch, unterschiedliche Bedarfe mit unterschiedlich qualifizierten Menschen zu erfüllen. Aufgaben sinnvoll zu verteilen, unterschiedliche Qualifikationen anerkennen, gute berufliche Weiterentwicklungen zu ermöglichen, das überfordert weder die Kostenträger noch die Menschen, die gerne arbeiten möchten. Ein Blick in das englische Pflegesystem mit seinen unterschiedlichen Rollen und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter ist sehr hilfreich.“ 

Die Vernetzung von fest angestellten professionellen Kräften in unterschiedlichen Aufgabenfeldern mit krankheitserfahrenen Ehrenamtlichen sieht auch Uwe Johansson als wichtigen Beitrag:

„Wir bieten in unserer Klinik – vor der Pandemie und sobald wie möglich nach der Pandemie – gemeinsame Begegnung und Treffen von Patienten, Fachpersonal und Genesenen an, um hier Unterstützung zu ermöglichen, die über die rein klinische Behandlung hinausgeht.“ 

Beiden gemeinsam ist die Betonung, dass eine gute Arbeit nur davon profitieren kann, wenn „Praxiserfahrung“ eine zentrale Größe für die Gewinnung und Entwicklung von Mitarbeitenden wird. Das hat Konsequenzen für den Einstieg in die Arbeit – mit der Anerkennung von Erfahrungen aus der Praxis und einer nicht-akademisierten Ausbildung. Angesichts der eher kurzen Zeit, in der Pflegende in den erlernten Berufen aktiv arbeiten, muss sich auch die konkrete Ausgestaltung der Berufswelt verändern.

Diese Impulse nahm auch die LWLSPD-Fraktion mit auf, wenn es um den Landschaftsverband als Arbeitgeber geht:

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gerade durch eine verlässliche und langfristig motivierende Ausgestaltung der beruflichen Rahmenbedingungen. 

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